Projekt Stolpersteine: Verlegeorte der Stolpersteine in Bamberg

Verlegeorte der Stolpersteine in Bamberg


Nota bene

Die Willy-Aron-Gesellschaft hat die folgenden Angaben nach besten Wissen und Gewissen sowie nach sorgfältiger Suche in seriösen Quellen zusammengestellt. In einigen Fällen ist eine genaue Verfolgung des Lebensweges eines Nazi-Opfers infolge der oftmals widersprüchlichen Quellenlage schwierig oder gar unmöglich. Wir haben uns dann für die kompetenter scheinende Quelle entschieden.
Sollten Ihnen dennoch Unstimmigkeiten oder Falschangaben auffallen, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren, damit wir diese korrigieren können. Wir freuen uns über jede Hilfe, die dazu dient, die Opfer der schrecklichen Dritte-Reich-Diktatur dem Vergessen zu entreißen.

Ihre Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e.V.




Franz-Ludwig-Straße 15

Opfer: Dr. med. Selma Graf, geb. Reichhold, Jg. 1887, Frauen- und Kinderärztin , Juli 1938 verhaftet, 31.12.1942 in Auschwitz umgebracht.

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Dr. Selma Graf / geb. Reichhold / Jg. 1887 / verhaftet Juli 1938 / Zuchthaus Aichach / ermordet 31.12.1942 / Auschwitz”

Sponsor: Soroptimistinnen International (Dr. Karin Dengler-Schreiber)

 

Franz-Ludwig-Straße 26

1. Opfer: Leopold Hessberg, Jg. 1874, Kaufmann, deportiert von Bamberg 1942, für tot erklärt.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Leopold Hessberg / Jg. 1874 / deportiert 1942 / Riga / für tot erklärt

Sponsor: Bürgerverein Bamberg Mitte (Sabine Sauer)



2. Opfer: Emma Hessberg, geb. Rothbarsch, Jg. 1878, Ehefrau von Leopold Hessberg, deportiert von Bamberg 1942, für tot erklärt in Riga. (Emma Heßberg wird in anderen Quellen auch geführt als „geb. Rotbarth”. Wir haben uns für die verwendete Version entschieden, weil Frau Hessberg so auch in der Namensliste der jüdischen Trauerhalle der IKG aufgeführt ist).

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Emma Hessberg / geb. Rotbarsch / Jg. 1878 / deportiert 1942 / Riga / für tot erklärt

Sponsor: Bürgerverein Bamberg Mitte (Sabine Sauer)


3. Opfer: Max Hessberg, Jg. 1903, Kaufmann, Sohn von Leopold und Emma Hessberg, lebte als selbständiger Export- und Importkaufmann in Hamburg und wurde von dort in das Vernichtungslager Majdanek verschleppt, wo er am 23.12.1943 ermordet wurde.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Max Hessberg / Jg. 1903 / deportiert / Majdanek / ermordet 23.12.1943

Sponsor: Johannes Simon, Bistum Würzburg

 

Generalsgasse 2

1. Opfer: Fanny Grollmann, geb. Rosenstrauß, Jg. 1864, Kleinrentnerin, deportiert, verstorben in Theresienstadt am 08.12.1942.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Fanny Grollmann / geb. Rosenstrauss / Jg. 1864 / deportiert / Theresienstadt / tot 8.12.1942

Sponsor: Bürgerverein Bamberg Mitte (Sabine Sauer)


2. Opfer: Johanna Grollmann, Jg. 1892, Tochter von Fanny Grollmann, deportiert von Bamberg, verschollen in Polen.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Johanna Grollmann / Jg. 1892 / deportiert / Richtung Osten / ? ? ?

Sponsor: Peter Berns und Sabine Sauer

 

Hainstraße 4

1. Opfer: Dr. med. Max Kellermann, Jg. 1874, Augenarzt, deportiert von Bamberg, für tot erklärt in Polen.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Dr. Max / Kellermann / Jg. 1874 / deportiert / Richtung Osten / für tot erklärt

Sponsor: Bürgerverein Bamberg Mitte (Sabine Sauer)


2.Opfer: Ella Kellermann, geb. Dessauer, Jg. 1887, Ehefrau von Max Kellermann, deportiert von Bamberg, für tot erklärt in Polen.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Ella Kellermann / geb. Dessauer / Jg. 1887 / deportiert / Richtung Osten / für tot erklärt

Sponsor: Evangelische-Freikirchliche Gemeinde, Bamberg (Rainer Gebauer)


3. Opfer: Rudi Kellermann, Jg. 1911, kaufm. Vertreter, Sohn von Max und Ella Kellermann, deportiert von Bamberg, für tot erklärt in Polen.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Rudi / Kellermann / Jg. 1911 / deportiert / Richtung Osten / für tot erklärt

Sponsor: Bamberg Guide (Markus Raupach)

Fam. Kellermann wurde von Bamberg aus über Nürnberg am 27.11.1941 in das Durchgangslager Riga-Jungfernhof deportiert. Der Transport kam dort am 3.12.1941 an. Der genaue Todestag ist nicht mehr zu ermitteln.


 

Keßlerstraße 18

1. Opfer: Julius Schapiro, Jg. 1895, Religionslehrer und Kantor, deportiert von Bamberg, gestorben im KZ Buchenwald 1945

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Kantor / Julius Shapiro / Jg. 1995 / verhaftet / KZ Buchenwald / tot 1945”

Sponsor: Julian Becker (und Jury zur Verleihung der Auszeichnung für Zivilcourage der Stadt Bamberg)


2. Opfer: Eleonore Schapiro, geb. Hahn, Jg. 1896, Ehefrau von Julius Schapiro, deportiert von Bamberg, verschollen in Polen.

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Eleonore Shapiro / geb. Hahn / Jg. 1896 / deportiert 1941 / Richtung Osten / für tot erklärt”

Sponsor: Julian Becker


3. Opfer: Ruth Schapiro, Jg. 1925, Tochter von Julius und Eleonore Schapiro, deportiert von Bamberg 1941, verschollen in Polen.

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Ruth Shapiro / Jg. 1925 / deportiert 1941 / Richtung Osten / für tot erklärt”

Sponsor: Marion Aumüller

 

Luitpoldstraße 16

Opfer: Hans Wölfel, Jg. 1902, Rechtsanwalt, verhaftet 1943, umgebracht 1944 in Brandenburg a.d.Havel.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Hans Wölfel / Jg. 1902 / verhaftet 1943 / Gefängnis Brandenburg / ermordet 1944

Sponsor: „Teegießerei“, Bamberg (Andreas Ulich)

 

Luitpoldstraße 26

1. Opfer: Albert Walter, Jg. 1888, Kaufmann, deportiert, November 1941 bei Riga ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Albert Walter / Jg. 1888 / deportiert / Riga / ermordet Nov. 1941”

Sponsor: Martin Lorber


2. Opfer: Milly Walter, geb. Haas, Jg. 1899, Ehefrau von Albert Walter, deportiert, November 1941 bei Riga ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Milly Walter / geb. Haas / Jg. 1899 / deportiert / Riga / ermordet Nov. 1941”

Sponsor: Geschichte für Alle e.V. (L. Bielefeldt)


3. Opfer: Helga Walter, Jg. 1928, Kind von Albert und Milly Walter, deportiert, erschossen in Riga 1942

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Helga Walter / Jg. 1928 / deportiert / Riga / erschossen 1942

Sponsor: Soroptimistinnen International (Dr. Karin Dengler-Schreiber)

Fam. Walter ist mit demselben Transport wie Fam. Kellermann deportiert worden mit dem Ziel Riga-Jungfernhof. Ankunft dort am 3.12.1941.

(Bei Familie Walter zitieren wir die Todesdaten Albert und Milly Walters nach: „Bambergs Wirtschaft Judenfrei”, von Franz Fichtl, Stephan Link, Herbert May und Sylvia Schaible, Bamberg, 1998, S. 283. Das Todesdatum von Helga Walter, zitiert Dr. Karin Dengler-Schreiber nach Mistele, Ende, hintere Umschlagseite.)

 


Luitpoldstraße 32

1. Opfer: Albert Aron, Jg. 1871, Justizrat, deportiert 1942 nach Theresienstadt, verschollen in Minsk.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Albert Aron / Jg. 1871 / deportiert 1942 / Theresienstadt / tot in Minsk

Sponsor: Dr. jur. Hans de With


2. Opfer: Berta Aron, geb. Freudenberger, Jg. 1880, Ehefrau von Albert Aron, deportiert 1942 nach Theresienstadt, verstorben im KZ-Theresienstadt.

Text auf dem Stolperstein:

Hier wohnte / Berta Aron / geb. Freudenberger / Jg. 1880 / deportiert 1942 / tot in / Theresienstadt

Sponsor: Bamberg Guide (Markus Raupach)


3. Opfer: Willy Aron, Jg. 1907, verhaftet 1933, im KZ Dachau misshandelt, 19.05.1933 tot. (Der Stein wurde bereits 2004 verlegt.)

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Willy Aron / Jg. 1907 / verhaftet / KZ Dachau / misshandelt / tot 19.5.1933”

Sponsor: Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e.V.

 

Schützenstraße 20

Opfer: Claus Schenk Graf von Stauffenberg, (* 15. November 1907 in Jettingen, Bayern; † 21. Juli 1944 in Berlin) war ein deutscher Oberst im Generalstab. Er war zusammen mit seinem Bruder Berthold Schenk Graf von Stauffenberg eine der Hauptpersonen des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Er verübte das Attentat vom 20. Juli 1944 und gehörte zu den führenden Kräften des anschließenden, gescheiterten Staatsstreichs. Stauffenberg war ein konservativer Patriot und sympathisierte zunächst mit den nationalistischen und militaristischen Aspekten des Nationalsozialismus, bevor er – im Angesicht der militärischen Niederlage Deutschlands – aus patriotischen und moralischen Erwägungen heraus zum aktiven Widerstand fand. (Quelle: wikipedia )

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Claus Schenk / Graf von / Stauffenberg / Jg. 1907 / erschossen 21.7.1944”

Sponsor: Vereinigung 17er Reiter (Gerhard Rammel)

 

Vorderer Bach 7

Opfer: Maria Brandis, Jg. 1865, betrieb seit 1911 in der Geyerswörthstraße eine private Sprachschule. Ab Herbst 1935 durfte sie nur noch jüdische Schüler unterrichten. Da sie ihren Beruf nicht mehr frei ausüben konnte, reichte ihr Auskommen nicht mehr. Deshalb musste sie ihre Wohnung aufgeben und von Zuwendungen der jüdischen Gemeinde leben. Sie wurde 1942 in das „Altersghetto” Theresienstadt deportiert, wo sie am 23.01.1943 starb. (Quelle ua.: Freise-Wonka, Bamberger Frauengeschichten, 2006).

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Maria Brandis / Jg. 1865 / deportiert / Theresienstadt / tot 23.1.1943”

Sponsor:“ Teegießerei“, Bamberg, (Andreas Ulich)

 

Willy-Lessing-Straße 2

Opfer: Emma Hellmann, geb. Goldschmiedt: geboren am 22.07.1867 in Verona/Italien. Ermordet am 24.09.1942 in Treblinka. Die Witwe des Bamberger Bankiers und Kommerzienrats Hermann Hellmann (1853-1917) betätigte sich in sozialen Bereichen („Philanthropin”). Gemeinsam mit Clara Lessing war sie aktiv im Roten Kreuz tätig. Während des Ersten Weltkriegs stiftete sie im Jahre 1915 eine lebensgroße Holzfigur des hl. Georg für den Maxplatz, der als sogenannter „Bamberger Stadtritter” auch das Wappen Bambergs im Schild trägt. Emma Hellmann, die ursprünglich in der Sophienstraße (heutige Willy-Lessing-Straße) wohnte, verzog 1932 von Bamberg nach Frankfurt/Main. Sie wurde aus Frankfurt am 19.8.1942 zunächst nach Theresienstadt und von dort am 23.09.1942 nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.

Nach Aussage von Dr. Herbert Loebl, Beauftragter der IKB für die Belange der Vorkriegsgemeinde ist Frau Emma Hellmann „eigentlich“ kein Bamberger Opfer, aber da sie sich in Bamberg vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg als Philanthropin betätigt habe, wurde sie, obwohl sie aus Frankfurt deportiert wurde, auf den Gedenktafeln in der Trauerhalle des Bamberger Jüdischen Friedhofs als „Opfer der Gemeinde“ verzeichnet.

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Emma Hellmann / geb. Goldschmiedt / Jg. 1867 / deportiert 1942 / Theresienstadt / ermordet 24.9.1942 / Treblinka”

Sponsor: Soroptimistinnen International (Dr. Karin Dengler-Schreiber)

 

Willy-Lessing-Straße 8

Opfer: Willy Lessing, Jg. 1881, Industrieller, in der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938 tödlich verletzt, am 17.1.1939 in Bamberg verstorben.

Text auf dem Stolperstein:

„Hier wohnte / Willy Lessing / Jg. 1881 / Opfer des Pogrom / diffamiert, misshandelt / tot 17.1.1939”

Sponsor: Israelitische Kultusgemeinde Bamberg



Hainstraße 7:

1. Opfer: Dr. med. Siegmund Bauchwitz, * 13. 11. 1876, praktischer Arzt, ab 1939 Gemeindevorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, am 9. 9. 1942 nach Theresienstadt, von dort am 28. 10. 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / DR. SIEGMUND / BAUCHWITZ / JG. 1876 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 1944 IN / AUSCHWITZ

Sponsor: Sponsorengemeinschaft Hainstraße 7


2. Opfer: Alice Bauchwitz, geb. Ehrlich, * 31. 1. 1888, Gattin von Siegmund Bauchwitz, am 9. 9. 1942 nach Theresienstadt, von dort am 28. 10. 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / ALICE BAUCHWITZ / GEB. EHRLICH / JG. 1888 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 1944 IN / AUSCHWITZ

Sponsor: Sponsorengemeinschaft Hainstraße 7

 

Kapuzinerstraße 29/ Clavius- Gymnasium:

Opfer: Luitpold Dornfest, * 21. 12. 1915, Schüler des CG, am 9. 9. 1942 nach Theresienstadt deportiert, dort am 17. 12. 1942 ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER LERNTE / LUITPOLD DORNFEST / JG. 1915 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 17.12.1942

Sponsor: Abiturjahrgang 2008 des CG (Joana Streffing)

 

Keßlerstraße 18/ I:

1. Opfer: Isidor Forchheimer, * 22. 4. 1887, Kaufmann, deportiert am 27. 11. 1941 nach Riga, letzter bekannter Aufenthaltsort ab 2. 12. 1941 das Lager Riga- Jungfernhof, ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / ISIDOR FORCHHEIMER / JG. 1887 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET

Sponsor: Künstlerin und Kunsterzieherin Marion Aumüller



2. Opfer: Johanna Forchheimer, geb. Michels, * 7. 3. 1888, Gattin von Isidor Forchheimer, deportiert am 27. 11. 1941 nach Riga, letzter bekannter Aufenthaltsort ab 2. 12. 1941 das Lager Riga-Jungfernhof, ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / JOHANNA FORCHHEIMER / GEB. MICHELS / JG. 1888 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET

Sponsor: Künstlerin und Kunsterzieherin Marion Aumüller

 

Jakobsplatz 7:

Opfer: Karl Freiherr von Thüngen, * 26. 6. 1893, General, nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler festgenommen und am 24. 10. 1944 im Zuchthaus von Brandenburg/ Havel erschossen.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / KARL FREIHERR VON / THÜNGEN / JG. 1893 / IM WIDERSTAND / VERHAFTET 1944 / GEFÄNGNIS BRANDENBURG / ERSCHOSSEN 24.10.1944

Sponsor: Sparkasse Bamberg

 

Habergasse 1:

1. Opfer: Isidor Reichmannsdorfer, * 15. 11. 1867, Kaufmann, deportiert am 9. 9. 1942 nach Theresienstadt, dort am 23. 1. 1943 ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / ISIDOR / REICHMANNSDORFER / JG. 1867 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 23.1.1943

Sponsor: Stadtrat Norbert Tscherner


2. Opfer: Mathilde Lipp, geb. Reichmannsdorfer, * 1. 8. 1897, Tochter von Isidor Reichmannsdorfer, deportiert am 27. 11. 1941 nach Riga, letzter bekannter Aufenthaltsort ab 2. 12. 1941 das Lager Riga- Jungfernhof, ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / MATHILDE LIPP / GEB. REICHMANNSDORFER / JG. 1897 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET

Sponsor: Rechtsanwalt Wolfgang Jans

 

3. Opfer: Ilse Lipp, * 8. 1. 1926, Stieftochter von Mathilde Lipp, Enkelin von Isidor Reichmannsdorfer, deportiert am 27. 11. 1941 nach Riga, letzter bekannter Aufenthaltsort ab 2. 12. 1941 das Lager Riga-Jungfernhof, ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / ILSE LIPP / JG. 1926 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET

Sponsor: Familie Jürgens

 

Schützenstraße 20:

Opfer: Anna Freifrau von Lerchenfeld, geb. Freiin von Stackelberg, * 11. 1. 1880, Schwiegermutter von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, nach dessen Attentat auf Adolf Hitler am 25. 7. 1944 verhaftet, deportiert nach Ravensbrück und Matzkau/Danzig, am 6. 2. 1945 ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / ANNA FREIFRAU VON / LERCHENFELD / GEB. FREIIN VON / STACKELBERG / JG. 1880 / VERSCHLEPPT 1944 / ERMORDET 6.2.1945 / MATZKAU/DANZIG

Sponsor: Erika Schrempf-Hill

 

Erlichstraße 52:

Opfer: Hans Schütz. Geb. 5.4.1895 in Burgebrach. Elektromonteur. Ab 1927 Mitglied der SPD und des „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“. Am 23.6.1934 vom Nationalsozialisten Ludwig Heintz erstochen.

Text auf dem Stolperstein:

HANS SCHÜTZ / JG. 1895 / ERSTOCHEN VON SA / 23.6.1934 / IN BAMBERG

Sponsor: SPD Ortsverein BA-Mitte (Oskar Krause)



Eckbertstraße 41:

Opfer: Elisabeth Neisser, geb. Silberstein. Geb. 12.10.1867 in Waldenburg, heute Walbrzych, Polen. Wie ihr Gatte Dr. Gustav Neisser evangelischen Bekenntnisses. Seit 1918 verwitwet. 1934 von Breslau nach Bamberg gezogen. Von der NS- Gesetzgebung als „jüdisch“ erklärt. Am 9.9.1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort am 19.9.1942 ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / ELSBETH NEISSER / GEB. SILBERSTEIN / JG. 1867 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 19.9.1942

Sponsor: Franz Fichtl



Luitpoldstraße 27:

Opfer: Karolina Löbl, geb. Schloss. Geb. 23.8.1861 in Maroldsweissach, Ufr. Seit 1885 mit Hugo Löbl verheiratet. Seit 1929 verwitwet. Am 9.9.1942 aus Bamberg nach Theresienstadt und von dort am 29.9.1942 nach Treblinka deportiert und ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / KAROLINA LÖBL / GEB. SCHLOSS / JG. 1861 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 1942 IN / TREBLINKA

Sponsoren: Schülerinnen der Maria-Ward-Realschule



Ottostraße 7:

Opfer: Sophie Grünebaum, geb. Klein. Geb. 9.1.1875 in Bamberg. Ab 1897 mit Sigmund Grünebaum verheiratet. Ab 1941 verwitwet. Am 9.9.1942 nach Theresienstadt und von dort am 18.5.1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / SOPHIE GRÜNEBAUM / GEB. KLEIN / JG. 1875 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 1944 IN / AUSCHWITZ

Sponsorin: Alice Burger



Luitpoldstraße 4:

1. Opfer: Luise Kohn, geb. Freitag. Geb. 12.10.1880 in Dormitz/ Mfr. Seit 1906 mit Benno Kohn verheiratet. Mit ihrem Gatten und der Tochter Anna Rosa am 27.11.1941 nach Riga deportiert. Der letzte bekannte Aufenthaltsort war ab 2. Dezember 1941 das Lager Riga-Jungfernhof. Das weitere Schicksal und die Umstände ihrer Ermordung sind unbekannt.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / LUISE KOHN / GEB. FREITAG / JG. 1880 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET

Sponsorin: Heidemarie Schmitt


2. Opfer: Benno Kohn. Geb. 17.8.1872 in Lülsfeld/ Ufr. Gatte von Luise Kohn. Benno Kohn war Inhaber des »Landwirtschaftlichen Maschinengeschäfts vorm. Gebr. Buxbaum« in Bamberg. Sein Geschäft unterlag im Zuge der nationalsozialistischen Arisierung der Wirtschaft 1938 dem Zwangsverkauf. Benno Kohn war als Vorsitzender des orthodoxen Vereins »Adas Israel« tätig. Mit seiner Gattin und der Tochter Anna Rosa am 27.11.1941 nach Riga deportiert. Der letzte bekannte Aufenthaltsort war ab 2. Dezember 1941 das Lager Riga-Jungfernhof. Das weitere Schicksal und die Umstände seiner Ermordung sind unbekannt.

Text auf dem Stolperstein:

HIER WOHNTE / BENNO KOHN / JG. 1872 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET

Sponsoren: Franca Heinsch, Julia Roos, Franz Fichtl



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Forschung: Arbeitspapiere 2008

Ausgabe 1 / 2009

Nikolai Czugunow-Schmitt, Axel Bernd Kunze, Ludwig Schick: Menschenrecht auf Bildung - Vortrag am 27. Oktober 2008. (pdf-Datei, 444 KB)

Ausgabe 12 / 2008

Nikolai Czugunow-Schmitt, Christiane Dillig, Gerhard Förch, Helmut Müller, Alwin Reindl: Gedenken für Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 2008. (pdf-Datei, 272 KB)

Ausgabe 11 / 2008

Mechthildis Bocksch, Nikolai Czugunow-Schmitt, Daniel Dorsch, Gerhard Förch, Helmut Müller: Gedenkfeier für Hans Wölfel zu seinem 64. Todestag am 2. Juli 2008. (pdf-Datei, 265 KB)

Ausgabe 10 / 2008

Mechthildis Bocksch: Vortrag über Hans Wölfel am 11. Juni 2008. (pdf-Datei, 362 KB)

Ausgabe 09 / 2008

Wolfgang G. Jans: Vortrag über Thomas Dehler am 23. Mai 2008. (pdf-Datei, 295 KB)

Ausgabe 08 / 2008

Wolfgang Adler, Hans Angerer, Heinrich Bedford-Strohm, Nikolai Czugunow-Schmitt und Christian Lange: Gedenkfeier zum 75. Todestag Willy Arons am 19. Mai 2008. Mit einem Anhang: Pfingstpredigt 2008 von Erzbischof Ludwig Schick. (pdf-Datei, 373 KB)

Ausgabe 07 / 2008

Axel Bernd Kunze, Hendrik Leuker : »Willy Aron: Aufruf zur Zivilcourage« - ein Themenabend am 8. Mai 2008 (pdf-Datei, 286 KB)

Ausgabe 06 / 2008

Dr. Hans de With, »Widerstand, Grundrecht, Gewissen« - Vortrag am 31. Januar 2008 (pdf-Datei, 286 KB)

Ausgabe 05 / 2008

Jutta Müller-Schnur, Arieh Rudolph, Aysun Yasar: Gedenkfeier zum Internationalen Holocaust-Gedenktag 2008 am 27. Januar 2008. (pdf-Datei, 254 KB)

Ausgabe 04 / 2008

Siegfried Kögler: Beispiele des Widerstandes katholischer Geistlicher in Bayern gegen den Nationalsozialismus (pdf-Datei, 376 KB)

Ausgabe 03 / 2008

Erzbischof Dr. Ludwig Schick: Vierte Zivilcourage-Rede am 22. November 2007 (pdf-Datei, 250 KB)

Ausgabe 02 / 2008

Andreas Ullmann: Vortrag »Zwei „Stolpersteine gegen das Vergessen“ für Siegmund Bauchwitz und seine Ehefrau Alice«. Mit einem Anhang: »Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts«, vorgestellt von Axel Bernd Kunze (pdf-Datei mit zahlreichen Bildern, daher 1,4 MB)

Ausgabe 01 / 2008

Nikolai Czugunow-Schmitt, Gerhard Förch, Helmut Müller, Otfried Sperl: Gedenkmesse am 15.11.2007 im Hohen Dom zu Bamberg (pdf-Datei, 239 KB)


Die komplette Liste unserer Arbeitspapiere seit Beginn der Publikationen finden Sie in der Navigation links unter „Forschung”.