
Opfer: Dr. med. Selma Graf, geb. Reichhold, Jg. 1887, Frauen- und Kinderärztin , Juli 1938 verhaftet, 31.12.1942 in Auschwitz umgebracht.
1. Opfer: Leopold Hessberg, Jg. 1874, Kaufmann, deportiert von Bamberg 1942, für tot erklärt.
2. Opfer: Emma Hessberg, geb. Rothbarsch, Jg. 1878, Ehefrau von Leopold Hessberg, deportiert von Bamberg 1942, für tot erklärt in Riga. (Emma Heßberg wird in anderen Quellen auch geführt als „geb. Rotbarth”. Wir haben uns für die verwendete Version entschieden, weil Frau Hessberg so auch in der Namensliste der jüdischen Trauerhalle der IKG aufgeführt ist).
3. Opfer: Max Hessberg, Jg. 1903, Kaufmann, Sohn von Leopold und Emma Hessberg, lebte als selbständiger Export- und Importkaufmann in Hamburg und wurde von dort in das Vernichtungslager Majdanek verschleppt, wo er am 23.12.1943 ermordet wurde.
1. Opfer: Fanny Grollmann, geb. Rosenstrauß, Jg. 1864, Kleinrentnerin, deportiert, verstorben in Theresienstadt am 08.12.1942.
2. Opfer: Johanna Grollmann, Jg. 1892, Tochter von Fanny Grollmann, deportiert von Bamberg, verschollen in Polen.
1. Opfer: Dr. med. Max Kellermann, Jg. 1874, Augenarzt, deportiert von Bamberg, für tot erklärt in Polen.
2.Opfer: Ella Kellermann, geb. Dessauer, Jg. 1887, Ehefrau von Max Kellermann, deportiert von Bamberg, für tot erklärt in Polen.
3. Opfer: Rudi Kellermann, Jg. 1911, kaufm. Vertreter, Sohn von Max und Ella Kellermann, deportiert von Bamberg, für tot erklärt in Polen.
Fam. Kellermann wurde von Bamberg aus über Nürnberg am
27.11.1941 in das Durchgangslager Riga-Jungfernhof deportiert. Der Transport kam dort am 3.12.1941 an. Der genaue Todestag ist nicht mehr zu ermitteln.
1. Opfer: Julius Schapiro, Jg. 1895, Religionslehrer und Kantor, deportiert von Bamberg, gestorben im KZ Buchenwald 1945
2. Opfer: Eleonore Schapiro, geb. Hahn, Jg. 1896, Ehefrau von Julius Schapiro, deportiert von Bamberg, verschollen in Polen.
3. Opfer: Ruth Schapiro, Jg. 1925, Tochter von Julius und Eleonore Schapiro, deportiert von Bamberg 1941, verschollen in Polen.
Opfer: Hans Wölfel, Jg. 1902, Rechtsanwalt, verhaftet 1943, umgebracht 1944 in Brandenburg a.d.Havel.
1. Opfer: Albert Walter, Jg. 1888, Kaufmann, deportiert, November 1941 bei Riga ermordet.
2. Opfer: Milly Walter, geb. Haas, Jg. 1899, Ehefrau von Albert Walter, deportiert, November 1941 bei Riga ermordet.
3. Opfer: Helga Walter, Jg. 1928, Kind von Albert und Milly Walter, deportiert, erschossen in Riga 1942
Fam. Walter ist mit demselben Transport wie Fam. Kellermann
deportiert worden mit dem Ziel Riga-Jungfernhof. Ankunft
dort am 3.12.1941.
1. Opfer: Albert Aron, Jg. 1871, Justizrat, deportiert 1942 nach Theresienstadt, verschollen in Minsk.
2. Opfer: Berta Aron, geb. Freudenberger, Jg. 1880, Ehefrau von Albert Aron, deportiert 1942 nach Theresienstadt, verstorben im KZ-Theresienstadt.
3. Opfer: Willy Aron, Jg. 1907, verhaftet 1933, im KZ Dachau misshandelt, 19.05.1933 tot. (Der Stein wurde bereits 2004 verlegt.)
Opfer: Claus Schenk Graf von Stauffenberg, (* 15. November
1907 in Jettingen, Bayern; † 21. Juli
1944 in Berlin) war ein deutscher Oberst im Generalstab. Er war zusammen mit seinem Bruder Berthold Schenk Graf von Stauffenberg eine der Hauptpersonen des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Er verübte das Attentat vom 20. Juli 1944 und gehörte zu den führenden Kräften des anschließenden, gescheiterten Staatsstreichs. Stauffenberg war ein konservativer Patriot und sympathisierte zunächst mit den nationalistischen und militaristischen Aspekten des Nationalsozialismus,
bevor er – im Angesicht der militärischen Niederlage Deutschlands – aus
patriotischen und moralischen Erwägungen heraus zum aktiven Widerstand
fand. (Quelle: wikipedia
)
Opfer: Maria Brandis, Jg. 1865, betrieb seit 1911 in der Geyerswörthstraße eine private Sprachschule. Ab Herbst 1935 durfte sie nur noch jüdische Schüler unterrichten. Da sie ihren Beruf nicht mehr frei ausüben konnte, reichte ihr Auskommen nicht mehr. Deshalb musste sie ihre Wohnung aufgeben und von Zuwendungen der jüdischen Gemeinde leben. Sie wurde 1942 in das „Altersghetto” Theresienstadt deportiert,
wo sie am 23.01.1943 starb. (Quelle ua.: Freise-Wonka, Bamberger Frauengeschichten, 2006).
Opfer: Emma Hellmann, geb. Goldschmiedt: geboren am 22.07.1867 in Verona/Italien. Ermordet
am 24.09.1942 in Treblinka. Die Witwe des Bamberger Bankiers und Kommerzienrats Hermann Hellmann (1853-1917) betätigte sich in sozialen Bereichen („Philanthropin”).
Gemeinsam mit Clara Lessing war sie aktiv im Roten Kreuz tätig. Während des Ersten Weltkriegs stiftete
sie im Jahre 1915 eine lebensgroße Holzfigur des hl. Georg für den Maxplatz, der als sogenannter „Bamberger Stadtritter” auch das Wappen Bambergs im Schild trägt. Emma Hellmann, die ursprünglich in der Sophienstraße (heutige Willy-Lessing-Straße) wohnte, verzog 1932 von Bamberg nach
Frankfurt/Main. Sie wurde aus Frankfurt am 19.8.1942 zunächst nach
Theresienstadt und von dort am 23.09.1942 nach
Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.
Nach Aussage von Dr. Herbert Loebl, Beauftragter der IKB für die Belange der Vorkriegsgemeinde ist Frau Emma Hellmann „eigentlich“ kein Bamberger Opfer, aber da sie sich in Bamberg vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg als Philanthropin betätigt habe, wurde sie, obwohl sie aus Frankfurt deportiert wurde, auf den Gedenktafeln in der Trauerhalle des Bamberger Jüdischen Friedhofs als „Opfer der Gemeinde“ verzeichnet.
Opfer: Willy Lessing, Jg. 1881, Industrieller, in der Nacht vom 9. auf den 10.11.1938 tödlich verletzt, am 17.1.1939 in Bamberg verstorben.
1. Opfer: Dr. med. Siegmund Bauchwitz, * 13. 11. 1876, praktischer Arzt, ab 1939 Gemeindevorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, am 9. 9. 1942 nach Theresienstadt, von dort am 28. 10. 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.
HIER WOHNTE / DR. SIEGMUND / BAUCHWITZ / JG. 1876 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 1944 IN / AUSCHWITZ
2. Opfer: Alice Bauchwitz, geb. Ehrlich, * 31. 1. 1888, Gattin von Siegmund Bauchwitz, am 9. 9. 1942 nach Theresienstadt, von dort am 28. 10. 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.
HIER WOHNTE / ALICE BAUCHWITZ / GEB. EHRLICH / JG. 1888 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 1944 IN / AUSCHWITZ
Opfer: Luitpold Dornfest, * 21. 12. 1915, Schüler des CG, am 9. 9. 1942 nach Theresienstadt deportiert, dort am 17. 12. 1942 ermordet.
HIER LERNTE / LUITPOLD DORNFEST / JG. 1915 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 17.12.1942
1. Opfer: Isidor Forchheimer, * 22. 4. 1887, Kaufmann, deportiert am 27. 11. 1941 nach Riga, letzter bekannter Aufenthaltsort ab 2. 12. 1941 das Lager Riga- Jungfernhof, ermordet.
HIER WOHNTE / ISIDOR FORCHHEIMER / JG. 1887 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET
2. Opfer: Johanna Forchheimer, geb. Michels, * 7. 3. 1888, Gattin von Isidor Forchheimer, deportiert am 27. 11. 1941 nach Riga, letzter bekannter Aufenthaltsort ab 2. 12. 1941 das Lager Riga-Jungfernhof, ermordet.
HIER WOHNTE / JOHANNA FORCHHEIMER / GEB. MICHELS / JG. 1888 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET
Opfer: Karl Freiherr von Thüngen, * 26. 6. 1893, General, nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler festgenommen und am 24. 10. 1944 im Zuchthaus von Brandenburg/ Havel erschossen.
HIER WOHNTE / KARL FREIHERR VON / THÜNGEN / JG. 1893 / IM WIDERSTAND / VERHAFTET 1944 / GEFÄNGNIS BRANDENBURG / ERSCHOSSEN 24.10.1944
1. Opfer: Isidor Reichmannsdorfer, * 15. 11. 1867, Kaufmann, deportiert am 9. 9. 1942 nach Theresienstadt, dort am 23. 1. 1943 ermordet.
HIER WOHNTE / ISIDOR / REICHMANNSDORFER / JG. 1867 / DEPORTIERT 1942 / THERESIENSTADT / ERMORDET 23.1.1943
2. Opfer: Mathilde Lipp, geb. Reichmannsdorfer, * 1. 8. 1897, Tochter von Isidor Reichmannsdorfer, deportiert am 27. 11. 1941 nach Riga, letzter bekannter Aufenthaltsort ab 2. 12. 1941 das Lager Riga- Jungfernhof, ermordet.
HIER WOHNTE / MATHILDE LIPP / GEB. REICHMANNSDORFER / JG. 1897 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET
3. Opfer: Ilse Lipp, * 8. 1. 1926, Stieftochter von Mathilde Lipp, Enkelin von Isidor Reichmannsdorfer, deportiert am 27. 11. 1941 nach Riga, letzter bekannter Aufenthaltsort ab 2. 12. 1941 das Lager Riga-Jungfernhof, ermordet.
HIER WOHNTE / ILSE LIPP / JG. 1926 / DEPORTIERT 1941 / RIGA / ERMORDET
Opfer: Anna Freifrau von Lerchenfeld, geb. Freiin von Stackelberg, * 11. 1. 1880, Schwiegermutter von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, nach dessen Attentat auf Adolf Hitler am 25. 7. 1944 verhaftet, deportiert nach Ravensbrück und Matzkau/Danzig, am 6. 2. 1945 ermordet.
HIER WOHNTE / ANNA FREIFRAU VON / LERCHENFELD / GEB. FREIIN VON / STACKELBERG / JG. 1880 / VERSCHLEPPT 1944 / ERMORDET 6.2.1945 / MATZKAU/DANZIG
Ausgabe 1 / 2009
Nikolai Czugunow-Schmitt, Axel Bernd Kunze, Ludwig Schick: Menschenrecht auf Bildung - Vortrag am 27. Oktober 2008. (pdf-Datei, 444 KB)
Ausgabe 12 / 2008
Nikolai Czugunow-Schmitt, Christiane Dillig, Gerhard Förch, Helmut Müller, Alwin Reindl: Gedenken für Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 2008. (pdf-Datei, 272 KB)
Ausgabe 11 / 2008
Mechthildis Bocksch, Nikolai Czugunow-Schmitt, Daniel Dorsch, Gerhard Förch, Helmut Müller: Gedenkfeier für Hans Wölfel zu seinem 64. Todestag am 2. Juli 2008. (pdf-Datei, 265 KB)
Ausgabe 10 / 2008
Mechthildis Bocksch: Vortrag über Hans Wölfel am 11. Juni 2008. (pdf-Datei, 362 KB)
Ausgabe 09 / 2008
Wolfgang G. Jans: Vortrag über Thomas Dehler am 23. Mai 2008. (pdf-Datei, 295 KB)
Wolfgang Adler, Hans Angerer, Heinrich Bedford-Strohm, Nikolai Czugunow-Schmitt und Christian Lange: Gedenkfeier zum 75. Todestag Willy Arons am 19. Mai 2008. Mit einem Anhang: Pfingstpredigt 2008 von Erzbischof Ludwig Schick. (pdf-Datei, 373 KB)
Axel Bernd Kunze, Hendrik Leuker : »Willy Aron: Aufruf zur Zivilcourage« - ein Themenabend am 8. Mai 2008 (pdf-Datei, 286 KB)
Dr. Hans de With, »Widerstand, Grundrecht, Gewissen« - Vortrag am 31. Januar 2008 (pdf-Datei, 286 KB)
Jutta Müller-Schnur, Arieh Rudolph, Aysun Yasar: Gedenkfeier zum Internationalen Holocaust-Gedenktag 2008 am 27. Januar 2008. (pdf-Datei, 254 KB)
Siegfried Kögler: Beispiele des Widerstandes katholischer Geistlicher in Bayern gegen den Nationalsozialismus (pdf-Datei, 376 KB)
Erzbischof Dr. Ludwig Schick: Vierte Zivilcourage-Rede am 22. November 2007 (pdf-Datei, 250 KB)
Andreas Ullmann: Vortrag »Zwei „Stolpersteine gegen das Vergessen“ für Siegmund Bauchwitz und seine Ehefrau Alice«. Mit einem Anhang: »Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts«, vorgestellt von Axel Bernd Kunze (pdf-Datei mit zahlreichen Bildern, daher 1,4 MB)
Nikolai Czugunow-Schmitt, Gerhard Förch, Helmut Müller, Otfried Sperl: Gedenkmesse am 15.11.2007 im Hohen Dom zu Bamberg (pdf-Datei, 239 KB)
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