
An den Fränkischen Tag
Lokalredaktion Bamberg
Gutenbergstr. 1
96050 Bamberg
Stellungnahme der Willy-Aron-Gesellschaft
In dem kurzen FT-Bericht am 21. Juli 2010 über unser Gedenken für Stauffenberg ist ein schlimmer Druckfehler passiert, der unbedingt korrigiert werden muss.
Es war keine Gedenkveranstaltung „zum 20. April 1944“, wie in der Artikelüberschrift des FT gesagt wird, denn der 20. April war Adolf Hitlers Geburtstag, den wir bestimmt nicht feiern.Die von der Willy-Aron-Gesellschaft organisierte und durchgeführte Veranstaltung war dem Aufstand des Gewissens in Deutschland gegen Adolf Hitler und seine Helfershelfer am 20. Juli 1944 gewidmet.
Der Bamberger Reiteroffizier Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Mitstreiter aus dem Bamberger 17er Reiterregiment, Roland von Hösslin, Ludwig Freiherr von Leonrod, Rudolf Graf von Marogna-Redwitz und Karl Freiherr von Thüngen, haben zusammen mit hohen Offizieren des 9. Potsdamer Infanterieregiments und in Absprache mit oppositionellen Persönlichkeiten des „ Kreisauer Kreises“ Adolf Hitler und das Nazi-Regime zu stürzen versucht.
Aus diesem Anlass hatte die Willy-Aron-Gesellschaft den Bamberger Philosophen Prof. Dr. Christian Illies eingeladen in einem kurzen Vortrag auf den notwendigen Zusammenhang zwischen Politik und Ethik einzugehen, was er in 4 Thesen beeindruckend begründete.Dr. Helmut Müller überbrachte Gruß- und Gedenkworte der Stadt Bamberg und legte einen Kranz vor der Ehrentafel für Graf Stauffenberg nieder.
Den musikalischen Rahmen gestaltete der Solo-Chellist der Bamberger Symphoniker, Eduard Rhezach, mit Musikstücken von Johann Sebastian Bach.
Die Willy-Aron-Gesellschaft distanziert sich hiermit eindeutig davon „eine Gedenkveranstaltung zum 20. April 1944“ durchgeführt zu haben, wie es in dem FT-Artikel vom 21. Juli 2010, S. 11 veröffentlicht wurde.
Für den Vorstand und die Mitglieder der Willy-Aron-Gesellschaft
Dr. Nikolai Czugunow-Schmitt
Neue Siedlung 8
96135 Stegaurach
Tel. 0951-5191734

„Es ist Zeit, daß jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muß sich bewußt sein, daß er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterläßt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen.“
Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907-1944)