Bericht im Fränkischen Tag vom 21. Juli 2010
Gedenkveranstaltung zum 20. Juli (korr.) 1944
Anlässlich des 66. Jahrestages des
Stauffenberg-Attentates legte Stadtrat Helmut Müller (CSU) in Vertretung
des Oberbürgermeisters gestern einen Kranz vor der Gedenktafel im
Durchgang des Alten Rathauses nieder.
In seiner Rede mahnte er die
Zuhörer, „den jungen Menschen Toleranz, Zivilcourage und Solidarität als
elementare Säulen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ zu
vermitteln. Christian Illies, Professor für Philosophie an der
Universität Bamberg, erläuterte den Vorbildcharakter der Verschwörer.
Ihr großer Mut könne als Vorbild für den viel kleineren Mut dienen, den
man im alltäglichen politischen Geschäft brauche. Die meisten Passanten
nahmen Veranstaltung und Gedenktafel nur am Rande zur Kenntnis. Dass
Claus Schenk Graf von Stauffenberg viele Jahre in Bamberg lebte,
wussten nur wenige.
Foto: Ronald Rinklef
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Zitat

„Es ist Zeit, daß jetzt etwas getan wird. Derjenige
allerdings, der etwas zu tun wagt, muß sich bewußt sein, daß er wohl
als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterläßt er
jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen.“
Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907-1944)