Gedenkveranstaltung zum 20. Juli 2011: "Symbol für Freiheit"
Die Willy-Aron-Gesellschaft erinnert erstmals im Innenhof des Wohnhauses der Familie Stauffenberg an den 20. Juli 1944.
Am Jahrestag des Attentats auf Adolf
Hitler am 20. Juli 1944 unter der Federführung von Claus Schenk Graf
von Stauffenberg gedachten viele Bamberger der einstigen
Widerstandskämpfer. Weil das 17. Reiterregiment, dessen Mitglieder
früher die Feier in der Innenstadt ausrichteten, die Verantwortung
für die Organisation an die Willy-Aron-Gesellschaft abgegeben hat,
fand das Gedenken im Innenhof des früheren Hauses der Familie
Stauffenberg in der Schützenstraße 20 statt. „Dieses Haus ist sehr
wichtig für Bamberg. Denn hier besprach Stauffenberg die
Widerstandspläne mit seiner Schwiegermutter und wohl auch mit seiner
Frau“, erinnerte Nikolai Czugunow-Schmitt, Vorsitzender der
Willy-Aron-Gesellschaft. Ferner betonte er, dass besonders in Bamberg
die Erinnerung an die Widerstandskämpfer hochgehalten werden müsse.
Denn neben München, wo die Geschwister Scholl ihre Flugblätter
verteilten, und Berlin mit seinem 9. Infanterie Regiment Potsdam, dessen
Offiziere am Attentat beteiligt waren, sei Bamberg mit der letzten
Wohnstätte von Graf Stauffenberg ein wichtiger Ort des Widerstandes.

Neben
Czugunow-Schmitt sprachen der CSU-Fraktionsvorsitzende Helmut Müller
im Namen der Stadt und Rechtsanwalt Wolfgang Jans. Müller unterstrich,
dass der 20. Juli 1944 einen festen Platz in der deutschen Geschichte
habe und ein Symbol für Recht und Freiheit sei. Jans befasste sich in
seinem Gedenkvortrag mit der juristischen Seite des Widerstandes und
betonte, dass es ein Recht, aber auch eine ethische Verpflichtung dazu
gebe.
(Artikel und Bild von Harald Rieger, erschienen im Fränkischen Tag
vom 21. Juli 2011, S.13)