Presseartikel: Dr. Helmut Müller in Vertretung von OB Starke anlässlich der Begrüßung des Zugs der Erinnerung

Dr. Helmut Müller in Vertretung von OB Starke anlässlich der Begrüßung des Zugs der Erinnerung

[17.05.2009]

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit dem 9. November 2007 rollt der „Zug der Erinnerung“ durch Deutschland. An 70 Stationen hat er bereits Halt gemacht. An allen Stationen stieß die mobile Ausstellung auf großes Interesse. Über 300.000 Besucher haben sich mittlerweile über die Deportation von jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern während der NS-Zeit informiert.

Ich freue mich deshalb sehr, dass die historische Lok und ihre Waggons nun auch in Bamberg Halt machen. Gleichzeitig möchte ich namens der Stadt Bamberg allen Beteiligten danken, die dies ermöglicht haben. Zunächst bei der Willy-Aron-Gesellschaft und Ihrem 1. Vorsitzenden Dr. Czugunow-Schmitt. Der Verein hat sich sehr dafür eingesetzt, dass Zug nach Bamberg bekommt und die Organisation übernommen. Ebenso bin ich natürlich allen Spendern dankbar, die durch ihre finanzielle Unterstützung den Aufenthalt der Ausstellung hier erst möglich gemacht haben.

Meine Damen und Herren,

der „Zug der Erinnerung“ will insbesondere auf das Schicksal der Kinder und Jugendlichen aufmerksam machen, die von den Nazis deportiert und ermordet wurden. Ob aus Skandinavien oder aus Griechenland, aus ganz Europa verschleppte während des Zweiten Weltkriegs die SS, das Reichsverkehrsministerium und die „Deutsche Reichsbahn“ über eine Million Kinder und Jugendliche. Auch Kinder und ihre Eltern aus unserer Stadt mussten vom Bamberger Bahnhof aus die Reise in den Tod antreten.

Meine Damen und Herren,

Die Ausstellung informiert auf beeindruckende Weise über das damalige Geschehen und will zur Auseinandersetzung anregen. Denn es ist wichtig, immer wieder aufs Neue an die schrecklichen Ereignisse der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu erinnern. Wir können nur dann von den Erfahrungen der Vergangenheit profitieren, wenn wir sie nicht vergessen und dafür sorgen, dass sie auch für kommende Generationen nicht in Vergessenheit geraten.

Ich wünsche dem Zug der Erinnerung viele interessierte Besucher!


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